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Cirrus7 Nimbus

Stand: 26.01.2015
Ein lautloser Mini-PC mit Intel Core Prozessor von [ Cirrus7 Computing].
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Nachdem mein fast 9 Jahre altes Shuttle SN25 mit Athlon 64 X2 4200+ Prozessor den Geist aufgegeben hat, war es Zeit für neue und moderne Hardware. Ein Mini-PC sollte es sein, am besten komplett lautlos. Nach ein paar Tagen Recherche im Internet viel meine Wahl auf den Nimbus von Cirrus7 Computing.

Das Gehäuse ist beim Nimbus der Kühlkörper, er kommt ohne Lüfter aus und, sofern man nur SSD's verwendet, ist er komplett lautlos. Neben verschiedenen CPU's (Auswahl zwischen Intel Celeron, Pentium, Core i3/i5/i6: Haswell Refresh) kann eine mSATA SSD einbaut werden, sowie bis zu 2 SSD/HDD's. WLAN und Bluetooth Adapter sind möglich, sowie RAM Ausstattung von 4, 8 oder 16GB. Es ist ein Betriebssystem vorinstalliert, man hat die Wahl zwischen Linux (Ubuntu) oder einer Windows Version. Ein CD/DVD/BluRay Laufwerk ist nur extern möglich. Eine separate Grafikkarte kann nicht eingebaut werden.

Meine Konfiguration:

ProzessorIntel Core i5-4690T (45W TDP), 2.5GHz (3.5GHz Turbo), QuadCore, HD4600 (auf Mainboard ASUS Q87T)
RAM8GB DDR3 (es sind 2 4GB RAM-Riegel von Crucial verbaut)
mSATA SSD250G (eine Samsung SSD 840 EVO mSATA 250GB ist verbaut)
BetriebssystemUbuntu Desktop 14.04 LTS 64bit

Geliefert wurden: Cirrus7 Nimbus komplett montiert mit CPU, RAM, SSD. Ein 90W externes Netzteil, eine kurze Anleitung für den Nimbus, die Anleitung für das Mainboard ASUS Q87T mit Treiber-CD für Windows, SATA Kabel zum Nachrüsten von SSD's, und, ganz wichtig, 2 Päckchen Goldbären.


Der Nimbus hat ein Aluminium-Gehäuse. Die Kühlrippen bestehen aus einzelnen Alu-Platten, die miteinander verschraubt sind. Zwischen den Rippen befinden sind Schlitze für die Luftkühlung. Ein auf der CPU sitzender, aus mehreren Alu-Blöcken bestehender Kühlkörper leitet die Abwärme an das Gehäuse weiter.


Auf der Rückseite hat man folgende Anschlußmöglichkeiten:
  • 4x USB 3.0, 4x USB 2.0
  • 1x Display Port, 1x HDMI
  • 2x 1GB Ethernet
  • Audio (Line Out Stereo, Mikrofon)
  • Anschlüsse für Antennen, wenn WIFI/Bluetooth verbaut ist.
  • Netzteilanschluß
  • ein beleuchteter Power-Schalter
Ein Reset-Knopf und eine LED für HDD/SDD Aktivität sind nicht verbaut. LED für Power Status nur auf der Rückseite. USB Anschlüsse sind nur auf der Rückseite.


Hier ist der auf der CPU sitzende, massive Kühlkörper zu erkennen, der über die obersten 2 "Rippen" die Abwärme an das Gehäuse abgibt. Die mSATA SSD ist zu sehen, die RAM Riegel liegen unter dem Kühlkörper. Die optionalen 2 SSD/HDD's würde man unter dem Mainboard einbauen.


Wegen den fehlenden, frontseitigen USB Anschlüssen und der "unsichtbaren" (weil rückseitigen) Power LED hab ich über eine USB-Verlängerung einen kleinen USB Hub angeschlossen, der auf dem Schreibtisch liegt. Der Hub hat eine Power-LED, somit kann man leicht feststellen, ob der Mini-PC an ist, auch wenn der Bildschirm im Standby/Ruhezustand ist.
Anhand des Geräuschpegels im Zimmer kann man den EIN Zustand des Systems nicht mehr ableiten.....


Linux auf dem Nimbus

Das vorinstallierte Ubuntu hab ich durch eine andere Linux Installation ersetzt. Für den Kernel braucht man u.a. folgende Module:
  • e1000e: Intel Corporation Ethernet Connection I217-LM
  • r8169: Realtek Semiconductor Co., Ltd. RTL8111/8168/8411 PCI Express Gigabit Ethernet Controller
  • snd_hda_intel, snd_hda_codec_realtek: für HD Audio
  • x86_pkg_temp_thermal, coretemp: zur Abfrage von Temperatursensoren im Core i5
  • intel_idle, intel_pstate: zur Abfrage und Steuerung der CPU Frequenz
Es sind 2 HD Audios Codes verfügbar, Intel ID 2807 (HDMI) und Realtek ALC887-VD (PCH). Wenn man Audio über den Stereo-Anschluß ausgeben will (also über PCH, und nicht HDMI), muß man wohl im sda_hda_intel Modul die Reihenfolge vertauschen mit
options snd cards_limit=2
options snd-hda-intel id=PCH index=0
options snd-hda-intel id=HDMI index=1

Es wird der intel_pstate Driver verwendet, mit dem powersave Governer.

Man sieht dies in der folgenden Grafik. Bei "ruhendem" Desktop sind die 4 Cores des i5-4690T nur wenig belastet, die Taktfrequenz einzelner Cores wird nur kurzzeitig erhöht (Hintergrundprozesse). Das Gesamtsystem nimmt hierbei etwa 16,7W Leistung auf, bei einer Core-Temperatur von 45°C und einer Zimmertemperatur von 22°C.

Belastet man das System mit einem Load von 8 (also die 4 Cores sind mehr als ausgelastet), springt die Taktfrequenz bei allen Cores auf 3.1GHz (Turbomode) und bleibt konstant. Das Gesamtsystem nimmt hier ca. 55W Leistung auf. Die Core-Temperatur steigt nun an, bis nach ca. 30min die 85°C erreicht sind. Dann wird immer kurzzeitig der Takt auf 2.5GHz runtergefahren (Turbomodus aus?), um die max. 85°C zu halten. Das Gehäuse des Nimbus wird hierbei merklich warm, ich konnte es aber noch anfassen, ohne mich zu verbrennen. Nimmt man die Last weg, geht die Temperatur recht schnell runter.

Der Peak bei etwa 18:54 zeigt die Taktfrequenzen bei einem Load von 2. Hier laufen 2 Cores mit 3.4GHz. Bei einem Load von 1 wird der eine belastete Core auf die maximal möglichen 3.5GHz im Turbomode hochgetaktet.

Das Meßergebnis deckt sind gut mit der [ Intel Core i5 Turbo Boost frequency table]für den 4th Generation Prozessor i5-4690T. Infos in der Wikipedia zum [ Intel Turbo Boost].


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